Was gibt’s zu Weihnachten?

05. September 2010 von Panne

Jedes Jahr die gleiche Frage  und ich meine hier nicht die nach den Geschenken. :-) Heute traf sich im SCARAMOUCHE ein Kreis von ca. 10 InteressentInnen, um eine mögliche Weihnachtsinszenierung zu besprechen. Es war schön, dass doch soviele der Einladung gefolgt sind.

Auch wenn klar ist, dass nicht alle Anwesenden bei einer möglichen Inszenierung beteilgt sein können/wollen, so gab es doch das folgende schöne Ergebnis des Treffens: Schon am übernächsten Sonntag, 19.9. treffen wir uns um 11 Uhr erneut. Bis dahin können die Interessierten zwei Theaterstücke lesen, die vielleicht in die engere Auswahl kommen: „Der Gott des Gemetzels“ von Jasmina Reza und „Biographie: Ein Spiel (Neue Fassung 1984)“ von Max Frisch. Beide Stücke sind schon vom Stückelesekreis gelesen worden, eine Bochumer Inszenierung vom „Gemetzel“ haben wir bereits gesehen.

Damit ist keinesfalls eine Vorentscheidung gefallen – sondern ein guter Anfang gemacht. Na dann: Gut Holz.

Ernst Kahl erinnert sich an Menden

20. August 2010 von Panne

Momentan bin ich auf meinem jährlichen Zeichenseminar in Rendsburg. Für drei Tage war Ernst Kahl als Gastdozent dabei. Ernst ist nicht nur einer der besten Maler, Zeichner und Autoren des Landes — sondern war auch schon zweimal bei uns im SCARAMOUCHE zu Gast: einmal allein, einmal mit dem virtuosen Hardy Kaiser an der Gitarre. Ich habe ihn gefragt, ob er mal wieder kommen mag. Nein, hat er geantwortet, er habe einfach zu wenig Zeit. Aber an Menden erinnern kann er sich sehr gut. Zum Beispiel daran, dass er in der Veranstaltung den Rest Whiskey aus Harry Rowohlts Flasche getrunken hat. Und auch, dass er in Menden ein gutes und dankbares Publik antraf. Ob denn noch immer „der Engländer“ dabei sei, wollte er wissen? Und grüßen lässt er auch den Bodo Schulte. Was ich hiermit ausgerichtet habe.

Aus letztmalig gegebenem Anlass

11. Juli 2010 von Panne

Ein Fußballspiel ist wie ein riesiges Theaterereignis. Es ist nicht nur ein Spiel mit dem Ball, sondern auch ein Rollenspiel mit Publikumslieblingen und Bösewichtern, ein Spiel mit dem eigenen und dem fremden Körper, mit den Emotionen und den Zuschauern. Anders als im Theater geschieht das Spiel ohne Sprache und mit wesentlicher Beteiligung des Publikums. Die Sprachlosigkeit des Fußballs erzwingt seine außerordentliche Darstellungsfähigkeit. Weiterlesen »

Der Regisseur Luc Bondy in der FASZ

04. Juli 2010 von Panne

Warum sind Sie zum Theater gegangen?

Das ist die Frage?

Ja, und ich schlage Ihnen gleich eine Antwort vor: weil Sie das Denken fliehen.

Stimmt! Das Theater ist eine Therapie gegen … Wie sagt man?

Gegen die Einsamkeit.

Ja, und gegen die Todesangst, weil das Denken bei den Proben, das aus der Kommunikation mit den Schauspielern entsteht, von Natur aus ein flacheres Denken ist. Weiterlesen »

Aus gegebenem Anlass

04. Juli 2010 von Panne

Im Fußballspiel ist die Bühne kein Raum, in den man hineinschaut wie im Theater. Das Spielfeld ist ein öffentlicher Platz, gebaut für die Leidenschaften, die hier in grellem Licht ausgelebt werden. Die Seiten des Platzes sind die Grenzen dieser Welt. An ihnen sitzen die Zuschauer. Sie bilden die Kanten der Welt, an denen das Spiel aufhört, aber auch immer wieder erneuert wird, wenn der Ball über sie hinausfliegt. Über sie hinaus geht kein Spiel; es gibt nichts jenseits des Platzes. Das Feld ist eine ganze Welt, Paradies und Hölle zugleich. Weiterlesen »

Loriot spielt Fussball in alten Briefumschlägen

20. Juni 2010 von Panne

Fußball-Gedichte und Loriots Dramatische Werke: Das war das Hauptprogramm der vier StückeleserInnen von heute Nachmittag. Die Gedichte waren fanzinemäßig auf gebrauchten Briefumschlägen gedruckt. Punk it! Als Zugabe gab es dann auch noch das seltsame, Katastrophaler-Abend-geeignete, sehr lustige Mini-Drama „Die Übergabe von Breda“ – ein frühes Frühwerk der Herren Waechter, Gernhardt und Bernstein. Soviel dazu.

Sei froh, wenn du eine Familie hast.

09. Juni 2010 von Panne

Wenn eine Münsteraner Staatsanwältin die Mutter einer Familie aus Oklahoma ist und Nora eine 14jährige laszive Lolita … wenn Vater nach einem langen Anfangsgespräch ins Wasser geht und später ein drogenabhängiger (?) Handke am Familientisch verstört einfriert … wenn im Raum gefühlte 33°C herrschen und erst nach 2 Stunden und 10 Minuten Pause ist … wenn die immergute Indianerin als immergute Indianerin gespielt wird und ein Liebespaar erfährt dass es sich aus Bruder und Schwester zusammensetzt … wenn die älteste Tochter vor lauter Verzweiflung gleichzeitig den Whisky des toten Vaters und die Tabletten der verrückten Mutter schluckt … dann muß es schon ein verdammt intensiver und guter Theaterabend sein.

War es auch, dank Steffis Engagement und unserem Erlebnisdurst. Am vergangenen Sonntag sahen wir in Bochum Tracy Letts: “EINE FAMILIE (AUGUST: OSAGE COUNTY)”. Starker Stoff

Musikvideo im Scaramouche – schon 2008 gedreht, heute entdeckt!!!

09. Juni 2010 von Christiane

Dies kommt dabei heraus, wenn man “Scaramouche Menden” bei youtube eingibt.

Und ich kann sagen: Ich war dabei! Das können nicht viele, höchstens eine Handvoll Menschen, wie man am Ende des Videos sehen kann.

Ausserdem – und bei den Verwacklern und den Unschärfen ist das keine eitle Angabe, ich sollte es lieber verschweigen: Ich war die Kamerafrau!

Hallo Erde – Sehnsucht

Am Samstag LENA? Nö, NORA!

31. Mai 2010 von Panne

Ibsens Drama NORA ist 130 Jahre alt und so aktuell, dass es noch immer und ständig wieder auf den Theater-Spielplänen steht. NORA ist eindrucksvoll, direkt berührend und von Dauer: Im Bochumer Schauspielhaus dauerte die Premiere am Samstag abend 2 Stunden und 17 Minuten — ohne Pause.

In Bochum ist NORA die letzte Inszenierung des scheidenden Intendanten Elmar Goerden. So erklärt sich wohl der einsame Buh!-Ruf beim Schluss-Aplaus: Eine schüchterne Abrechnung mit der Intendanz und auf keinen Fall ein Urteil über Inszenierung und Ensemble. Denn sowohl die eine als auch das andere hatte jede Sekunde Beifall verdient.

Die Inszenierung war sorgsam aktualisiert:

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Menschen im Hotel …

27. Mai 2010 von Panne

… heißt ein Stück, das in dieser Saison am Bochumer Schauspielhaus gespielt wird. Ok: Hotel und Theater können also etwas miteinander zu tun haben. Das erklärt natürlich, warum am vorletzten Wochenende dieser Schlappen vor dem Eingang zum SCARAMOUCHE lag.